Download: Unser Inserat in der Wochenzeitung „Steirische Wirtschaft“ – Thema: Grundstück in GmbH?

 

Grundstück in GmbH?

Früher galt bei Familiengesellschaften meist die Empfehlung, den Grund privat zu halten und die GmbH wegen steuerlicher Investitionsbegünstigungen (derzeit gibt es keine) bauen zu lassen. In vielen GmbHs sind daher Superädifikate (Bauten auf fremdem Grund) zu finden. Die Nachteile dieser Konstellation sind die unklare zivilrechtliche Zuordnung des Vermögens (wem gehören die stillen Reserven bzw. die Mieterinvestitionen?) und auch die schlechtere Kreditwürdigkeit der Gesellschaft. Ein Vorteil kann allerdings sein, dass weniger Haftungskapital vorhanden ist.

Bisher waren Wertsteigerungen von Grundstücken im Privatvermögen – nach Ablauf der Spekulationsfristen – völlig steuerfrei. Mit der Einführung der Immobiliensteuer werden jetzt Grundstücke im Privat- und Betriebsvermögen grundsätzlich gleich besteuert. Auch Veräußerungsgewinne in der GmbH werden ähnlich belastet.

Es kann daher in Zukunft bei Investitionsvorhaben zu empfehlen sein, dass der Grund gleich von der GmbH gekauft wird und dadurch Superädifikate vermieden werden. Jeder einzelne Fall muss natürlich individuell geprüft werden.

Ein Tipp von

Rindler Steuerberatung GmbH

 

in „Steirische Wirtschaft“ KW15/2012